Hallo zusammen und herzlich willkommen zu unserem Gespräch. Heute erfahrt ihr die Wahrheit, die niemand hören will.
Mein Name ist Christopher Abdelallhaleem, ich bin Gründer von Just Jam, Koch und beschäftige mich seit über zehn Jahren intensiv mit gesunder Ernährung. In dieser Zeit habe ich persönlich 60 Kilogramm abgenommen – und eines ist mir dabei klar geworden: Zucker spielt in unserem Leben eine viel größere Rolle, als wir oft denken.
Heute bin ich zu Gast bei einer Expertin, die dieses Thema aus wissenschaftlicher Perspektive betrachtet:
Dr. Helena Khaliullina-Skultety, Doktor der Molekular- und Zellbiologie, Ernährungswissenschaftlerin, Yogalehrerin, Ayurveda-Beraterin und Ernährungscoach.
Gemeinsam wollen wir herausfinden, warum der Verzicht auf Zucker nicht nur ein Modetrend oder eine Diät ist, sondern ein bewusster Schritt zu besserer Gesundheit und Lebensqualität.
Als wir dieses Interview geplant hatten, wussten wir noch nicht, dass daraus so wertvoller Inhalt entstehen würde. Jetzt empfehlen wir es allen, die sich zumindest ein wenig um ihre Gesundheit kümmern.
Hier finden Sie die Timecodes mit den passenden Antworten auf die Fragen:
3:59 Warum macht Zucker uns abhängig?
5:12 Was sind die Nebenwirkungen von Zucker?
8:00 Was ist hilfreicher Fett oder Zucker Reduktion?
9:08 Was sind gesunde Fette?
9:54 Gibt es eine gesunde Menge Zucker?
11:15 Welche guten Alternativen zu Zucker gibt es?
15:30 Wo ist versteckter Zucker?
18:08 Zuckerabhängigkeit: Physisch oder Psychisch?
19:50 Kurze Tipps um von Zucker weg zu kommen
23:30 Was ist schlimmer – Zucker oder der Stress, auf Zucker zu verzichten?
Womit beginnt die Zuckersucht?
Der süße Geschmack ist der erste Geschmack, den wir im Leben kennenlernen – gemeinsam mit Muttermilch oder Babynahrung. Natürlich erinnert er uns an Komfort, Wärme und mütterliche Fürsorge. Deshalb werden wir im Erwachsenenalter so leicht von ihm abhängig.
Denken Sie an sich selbst: Stress erlebt – etwas Süßes gegessen, und schon wirken die Gefühle ein wenig milder. Alles liegt am Dopamin, das der Körper seit der Kindheit ganz automatisch ausschüttet.
Das ist ein „einfacher“ bzw. „günstiger“ Dopamin Schub – besser gesagt, er ist sehr leicht zu bekommen, und unser Gehirn weiß das nur zu gut. Deshalb führt Sie Ihre innere Stimme bei jedem Stress direkt zur Pralinenschachtel.
In diesem Moment beginnt im Körper genau jener verhängnisvolle Teufelskreis.
Um Zucker abzubauen, benötigt der Körper Vitamin B1 (Thiamin). Dieses Vitamin ist zugleich entscheidend für die Regulation des Nervensystems und die Weiterleitung von Nervenimpulsen. Und kein noch so großer Vorrat an Vitamin B1 reicht aus, um beide Aufgaben optimal zu erfüllen.
Das bedeutet: Während Thiamin mit dem Zuckerabbau beschäftigt ist, kann es dem Körper nicht dabei helfen, Stress zu regulieren. Zucker wurde jedoch bereits konsumiert – der Cortisolspiegel sinkt nicht, Dopamin wird zu wenig ausgeschüttet, und auch Vitamin B1 reicht nicht mehr aus, um den Stress zu kompensieren. Die Zuckerzufuhr steigt unkontrolliert an – ein Selbstbetrug, denn das Problem wird dadurch nicht gelöst.
Beim nächsten Stressmoment verlangt das Gehirn noch mehr Süßes. Und je mehr Zucker wir ihm geben, desto weniger stressresistent werden wir – und desto mehr Süßes braucht es, um Cortisol überhaupt noch durch Dopamin auszugleichen.
Am Ende braucht das Gehirn nicht einmal mehr reale Stresssituationen, um nach der nächsten Zuckerdosis zu verlangen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Genau so verhält sich der Körper auch bei einer Sucht.
Zucker ist tatsächlich eine legale Droge. Sein Konsum beeinflusst dieselben Bereiche des Gehirns wie narkotische Substanzen. Und wenn Sie wissen, wie schwer es allein psychologisch ist, „mit dem Rauchen aufzuhören“, dann können Sie sich vorstellen, welchen Weg Sie erwartet, wenn Sie versuchen, auf Zucker zu verzichten.
Unumkehrbare Folgen der Zuckersucht
Meistens verstehen Menschen nicht, was wirklich hinter dem steckt, was sie „Naschkatze“ nennen. Übergewicht ist nur ein äußerlicher Nebeneffekt, der sich mit der Zeit leicht zu Typ-2-Diabetes entwickeln kann. Doch bevor es soweit kommt, sind im Körper längst gravierende und teilweise irreversible Prozesse in Gang gesetzt worden.
Zum Beispiel:
Insulinresistenz – ein Zustand, in dem die Zellen nicht mehr angemessen auf Insulin reagieren, wodurch Organe zu wenig Nährstoffe erhalten. In diesem Defizit werden sie weniger aktiv und verlieren einen Teil ihrer Funktion.
Fettleber – ebenfalls eine häufige Folge der Zuckersucht. Die toxische Belastung des Körpers steigt.
Vaskuläre Erkrankungen – die Gefäßwände verengen sich, Cholesterin lagert sich ein.
Die Folgen: Atherosklerose, Herzinfarkte, Thrombosen und sogar Schlaganfälle.
Dazu kommen Erkrankungen des Fortpflanzungssystems, Hautprobleme und vorzeitige Hautalterung.
Wichtig ist: All dies sind Folgen der Zuckersucht – nicht von Fett oder Cholesterin an sich. Leider wissen viele Menschen das nicht und konsumieren weiter Zucker. Sie wirken unattraktiver – innen wie außen –, fühlen sich erschöpft und antriebslos.
Von dort ist der Weg in eine tiefe Depression oft nicht mehr weit – und kaum noch aus eigener Kraft zu verlassen.
Was ist hilfreicher: Fett- oder Zuckerreduktion?
Was den Zucker betrifft – er richtet im Körper deutlich mehr Schaden an, wie wir oben bereits erklärt haben. Der Ausstieg aus der Zuckersucht führt schneller zu sichtbaren Erfolgen beim Abnehmen und zu einer spürbaren Verbesserung der Gesundheit. Besonders dann, wenn man es richtig angeht und tatsächlich zur empfohlenen Zuckermenge zurückkehrt – maximal 30 Gramm pro Tag.
Dabei muss man berücksichtigen, dass Zucker in fast allen Lebensmitteln enthalten ist – sogar in solchen, die allgemein als gesund gelten. Natürlich sollte man alle Etiketten lesen, um genau zu wissen, wie viel Zucker man täglich zu sich nimmt.
Ideal sind Produkte ohne zugesetzten Zucker. Nur so hat man eine realistische Chance, die Tagesnorm von 30 Gramm nicht zu überschreiten.
Beispielsweise enthält die Marmelade von Just Jam je nach verwendeter Frucht nur 4 bis 7 Gramm Zucker. Das ist die deutlich bessere Alternative, denn herkömmliche Supermarkt-Marmeladen bestehen oft aus rund 50 % Zucker – also 50 Gramm Zucker pro 100 Gramm Produkt.
Verstehen Sie jetzt, warum es so wichtig ist, Etiketten zu lesen?
Wir werden dies im nächsten Artikel ausführlich besprechen.
Was die Fette betrifft, ist es entscheidend, gesunde (ungesättigte) Fette von gesättigten und Transfetten zu unterscheiden. Erstere sind absolut notwendig für eine optimale Funktion des Körpers.
Gesunde Fette finden sich in fettreichem Fisch (zB. Lachs), Nüssen, Avocados und Olivenöl. Sie unterstützen die Arbeit von Gehirn und Herz, senken den Cholesterinspiegel und stärken sogar das Immunsystem.
Transfette wirken genau entgegengesetzt – sie erhöhen den Cholesterinspiegel, steigern das Risiko für Herzkrankheiten und tragen ebenfalls zur Entstehung von Übergewicht und Diabetes bei. Stellen Sie sich vor, welches gefährliche Duo sie zusammen mit Zucker bilden.
Zu den schädlichen Fetten zählen zB. Fast Food, Margarine, Mayonnaise und andere Saucen, auch bestimmte tropische Fette. Deshalb ist es für die Gesundheit entscheidend, dem Körper nur das zu geben, was ihm hilft, und Produkte mit zerstörerischer Wirkung konsequent zu vermeiden.
Unsere Expertin empfiehlt, frühzeitig darüber nachzudenken – lange bevor sich erste Symptome zeigen!
Kleine Schritte führen zu großen Veränderungen
In jedem Fall gilt: Wenn Sie hier sind, sind Sie bereits auf dem richtigen Weg! Egal, ob Sie unser Video-Interview ansehen oder diesen Artikel lesen – wir hoffen, dass es Ihnen hilft, Kraft und Motivation zu finden, um die Zuckersucht zu überwinden.
Kommen wir also zu den Empfehlungen der Expertin…
An erster Stelle steht die Motivation. Wenn Sie noch nicht ausreichend motiviert sind, sehen Sie sich unser Video erneut an. Googeln Sie die Themen, über die die Expertin gesprochen hat. Betrachten Sie Ihre Ernährung einmal von außen. Fragen Sie sich: Habe ich genug Energie? Greife ich oft bei Stress zu Süßigkeiten? Gehöre ich zu den Menschen, für die der Ausstieg aus Zucker vor allem eine Notwendigkeit ist?
Und denken Sie daran: Auch wenn Sie Süßes mögen und keine Symptome verspüren, gehören Sie dennoch zur Risikogruppe. Prävention ist immer der bessere Weg.
Zuckersucht ist sowohl ein körperliches als auch ein psychisches Problem. Erwarten Sie deshalb nicht, dass dieser Weg einfach wird. Es ist kein „Zack – und ich will nichts Süßes mehr“. Höchstwahrscheinlich brauchen Sie professionelle Unterstützung. Wir empfehlen den Workshop von Dr. Helena Khaliullina – er findet regelmäßig statt, und ein Platz für Sie wird sich sicher finden!
Wichtig: Nach dem Workshop mit Helena – in etwa zwei Wochen – werden Sie den süßen Geschmack völlig anders wahrnehmen. Ob Schokolade oder süßer Tee – es wird nicht mehr „lecker“ schmecken, sondern übermäßig süß. Sie werden es kaum essen können!
Zweiter Tipp der Expertin:
Bei dem nächsten Drang nach Schokolade stellt euch die Frage:
„Was fehlt mir gerade? Was möchte ich jetzt fühlen? Was möchte ich nicht spüren?“
Das hilft euch zu erkennen, was die Ursache eurer Sucht sein könnte – und diese zu reduzieren oder sogar zu eliminieren.
Dritter Tipp:
Wenn ihr Zucker esst, habt ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits veränderte Geschmacksempfindungen. Eure Rezeptoren brauchen einen stärkeren Reiz, um den Geschmack überhaupt genießen zu können. Versucht daher, mehr Gewürze und Zuckeralternativen in eure Ernährung einzubauen.
Zimt verstärkt die Süße von Früchten, Porridge, Joghurt, Kaffee und vielem mehr.
Erythrit – Helenas Favorit unter den Zuckerersatzstoffen. Er erhöht den Insulinspiegel wirklich nicht.
Genau deshalb verwenden wir in unserem Fruchtaufstrich Erythrit statt Zucker.
Inspiriert von den Empfehlungen der Expertin haben wir eine winterliche Linie mit Gewürzen entwickelt: Zimt-Zwetschge und Lebkuchen-Kirsche. Ein Muss für jeden, der Süßes liebt – ohne Zuckerzusatz!






